Blutegel-Behandlung in Hamburg

Blutegel-Behandlung

Die Blutegeltherapie gehört mit zu den Ausleitverfahren, bei der die Blutegel auf die Haut angesetzt werden, um verschiedene Krankheiten zu heilen, zu lindern und eine Entgiftung und Ausleitung von Schlacken aus dem Körper zu fördern. Bei der Blutegelbehandlung stehen die Wirkstoffe der Blutegel im Vordergrund. Diese kleinen Tierchen synthetisieren 220 Stoffe, die sich positiv auf die Heilung auswirken können.

Acht wichtige Substanzen sind in ihrer Wirkung bekannt. Die Wirkung dieser Stoffe ist gerinnungshemmend, entzündungswidrig, antibiotisch und gewebelockernd, sowohl bei akuten, als auch bei chronischen Erkrankungen. Das Haupteinsatzgebiet sind venöse Stauungen, Varikosis (Krampfadern) und die Thrombophlebitis (oberflächliche Venenentzündung). Zusätzlich ergibt sich auch ein positiver Effekt bei Bluthochdruck, Entzündungen, Gelenkbeschwerden, Ohrensausen, akuten Gicht-Anfällen, chronischen Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Nasennebenhöhlenentzündung) und des Mittelohrs.

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Ansetzen eines Blutegels

Was wir in der Praxis machen…

In der Naturheilpraxis Sokolova bieten wir regelmäßig an einem Samstag im Monat einen Blutegeltag an.

Der nächsten Blutegeltage finden am 15.01.2022 statt.  Weitere Termine sind für den 19.02.22 / 19.03.22 / 30.04.22 geplant.

Bevor es dann losgehen kann, kommen Sie vorher zu einem Anamnese- / Vorgespräch. Dort besprechen wir die Therapie auf Ihren Fall bezogen und legen unter anderem auch fest.

Wie viele Egel?
An welchen Stellen die Egel zum Einsatz kommen?
Wie oft eine Blutegelbehandlung wiederholt werden sollte?

Sie bekommen Informationen über die Vor- und Nachbereitung der Blutegeltherapie mit nach Hause, um sich gut auf den Tag vorzubereiten. Im Anschluss der Behandlung und für die nächsten 24 Stunden sollten Sie keine längeren Außerhaustermine einplanen, damit die Behandlung und Wirkung der Blutegel weiterarbeiten kann.

Blutegel

Blutegel sind verwandte des Regenwurms und gehören zur Gattung der Gürtelwürmer. Sie sind zwei bis vier Zentimeter groß und werden in speziellen Farmen gezüchtet. Strenge Auflagen des Arzneimittelgesetzes schreiben vor, dass nur Blutegel aus Zuchtanstalten verwendet werden dürfen, die sich einer ständigen Prüfung unterziehen.
In der Praxis müssen sie an einem kühlen, abgedunkelten und ruhigen Ort aufbewahrt werden. Ein Blutegel wird niemals ein zweites Mal benutzt: Da sie das Blut von Patienten aufnehmen, welches Bakterien oder Viren enthalten kann, werden die Tiere nach der Behandlung entsorgt. Dies ist äußerst wichtig, damit keine Krankheiten übertragen werden können.

Blutegel am Bein
Blutegel am Knöchel
Blutegel am Bauchnabel

Die Wirkung der Blutegel-Behandlung

Die Wirkung entsteht durch die bioaktiven Stoffe wie Hirudin und Eglin. Diese befinden sich im Speichel des Blutegels und werden während einer Behandlung in das Gewebe abgegeben.
Die Haut sollte drei Tage vor der Behandlung an den ausgewählten Stellen weder mit Seife gewaschen noch eingecremt werden. Da die Blutegel äußerst sensibel auf Gerüche reagieren, darf die Haut vorher nur mit Wasser gereinigt werden. Der Patient sollte bei der Behandlung eine bequeme und angenehme Haltung einnehmen, da die Therapie bis zu zwei Stunden dauern kann.

Der Therapeut legt sich vor Beginn nötiges Zubehör bereit. Um die Durchblutung anzuregen, werden Hautareale vor der Behandlung mit einem feuchtwarmen Tuch abgerieben. Bei lokal begrenzten Krankheiten werden die Blutegel auch auf der erkrankten Stelle, zum Beispiel im Bereich eines Gelenkes, angebracht. Handelt es sich um eine systematische Erkrankung, die den ganzen Körper betrifft, wie bei Hypertonie (Bluthochdruck), werden die Egel an Stellen angesetzt, bei denen eine reflektorische Wirkung zu erwarten ist. Niemals wird ein Blutegel direkt auf dem Entzündungsherd oder auf einer Vene angebracht. In diesem Falle wird ein Ort in der Nähe gewählt. Der Blutegel wird mit Hilfe einer Pinzette aus dem Glas geholt und auf die gewählte Hautstelle platziert. Der Blutegel verströmt beim ersten Biss ein Sekret, das die Poren der Haut öffnet. Dadurch kann er besser in die Haut eindringen.

Einige aktive Stoffe
im Speichelsekret
Wirkung
Hirudinlokal gerinnungshemmend- und entzündungshemmend
Eglineentzündungshemmend
Bdellineenzymhemmend
Hyaluronidasegefäßerweiternd
DestabilaseAuflösung von Blutgerinnseln
Calinblutgerinnungshemmend

Der Biss ist nicht schmerzhafter als ein kleiner Piecks. Ein Egel verweilt ungefähr zwanzig bis neunzig Minuten am Körper, bis er von selbst abfällt. Ist der Blutegel abgefallen, blutet die Wunde noch etwas nach. Danach wird die Wunde mit saugfähigem Verband locker verschlossen. Dies gehört zur Behandlung und sollte nicht unterbrochen werden, da das die Wirksamkeit der Blutegelbehandlung noch weiter unterstützt. Auch wird durch das Nachbluten die Wunde von eventuellen Keimen befreit. Das Nachbluten kann bis zu vierundzwanzig Stunden dauern. Der Verband muss spätestens am nächsten Tag gewechselt werden. Die Blutegel sind nach der Behandlung entweder in Spiritus zu legen oder einzufrieren, um deren Tod herbeizuführen. Danach ist eine Entsorgung als „infektionspräventiver Abfall“ im Gewerbeabfall empfohlen.

Indikation einer Blutegel-Behandlung

Grundsätzlich ist eine Blutegeltherapie bei allen Erkrankungen, die mit Durchblu­tungsstörungen einhergehen oder daraus hervorgehen, sinnvoll. Dies kann symptomatisch erfolgen, wie zum Beispiel bei lokalen Entzündungen , Ge­lenkbeschwerden oder Hämatomen.
Als Einstieg in die Therapie eignet sich die symptomatische Behandlung von Ar­throsen jeglicher Art. Vor allem im Bereich der Kniegelenksarthrosen gibt es einige wissenschaftliche Studien, die den positi­ven Effekt belegen. Häufig lässt sich schon unmittelbar nach der Therapie eine Besse­rung der Beschwerden und Abschwellung des umliegenden Gewebes beobachten. Dies gilt insbesondere für Arthrosen, die mit Schmerzen und Schwellungen einher­ gehen. Den Gelenkknorpel können auch die Blutegel nicht wieder aufbauen. Eine Schmerzreduktion und ein Nachlassen des Spannungsgefühls können jedoch er­ reicht werden. Es ist noch unklar, ob die Schmerzreduktion durch eine verbesserte lokale Durchblutung und damit bessere Nährstoffversorgung und Entsorgung ein­ hergeht oder ob schmerzreduzierende Substanzen im Speichelsekret wirken. Denkbar ist auch eine positive Wirkung durch den Umstimmungsreiz.
Für erfahrene Therapeuten ist auch eine systemische Basisbehandlung denk­ bar und kann sehr tiefgreifend und nach­ haltig wirken. Dazu sind in der Regel Moti­vation und Überzeugungskraft nötig, da der Patient mehrere Blutegel-Behandlun­gen braucht. Zum Beispiel kann man bei einer Krampfaderbehandlung im ersten Termin das Venensystem entlasten, indem man 4- 6 Egel im Kreuzbeinbereich setzt und erst im Folgetermin im Bereich der betroffenen Vene behandelt.
Reflexzonen eignen sich sehr gut zur systemischen Behandlung. Sehr positive Erfahrungen durfte ich im Bereich der Leberzonen und der Herzzonen in der Praxis sammeln. Auch im Bereich der in­neren Erkrankungen können Blutegel be­gleitend eingesetzt werden.
Vor allem in Russland nutzt man die Therapie auch als Ausleitungsverfahren und zur Grundregulation.

Gefäßerkrankungen

Entzündungen

Schmerzen

  • Krampfadern
  • Gefäßverschlüsse
  • offene Beine
  • Hämorrhoiden
  • Stauungen
  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt
  • Angina pectoris
  • Ohrgeräusche
  • Gefäßveränderungen bei Diabetes mellitus
  • Lymphstau
  • Augenerkrankungen
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Mandelentzündung
  • Mittelohrentzündung
  • Hodenentzündung
  • Entzündungen weiblicher Geschlechtsorgane
  • Gallenblasenentzündung
  • Gelenkentzündungen
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Nagelbettentzündung
  • Venenentzündung
  • Augenentzündung
  • Achillessehnentzündung
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkverschleiß (Arthrose)
  • Rheuma
  • Nervenschmerzen (Gürtelrose)
  • Bandscheibenvorfälle
  • Nachsorge Operationen
  • Überlastungsschmezren
  • Verletzungen
  • Gicht
  • Narbenschmerzen
  • Migräne
  • Menstruationsschmerzen

Kontraindikationen

Dieser Miniaderlass sollte bei sehr schwache Menschen und /oder unter Anämie leidenden, bei Kindern und Schwangeren nicht eingesetzt werden. Weitere Kontraindikationen sind Blutgerinnungsstörungen, Erkrankungen im arteriellen Gefäßsystem, eine bekannte Allergie gegen das Sekret der Blutegel, Diabetes und Autoimmunkrankheiten.

Durchführung einer Blutegel-Behandlung

Bei einer Behandlung mit Blutegeln werden die Tiere auf der Haut des Patienten platziert. Je nach Erkrankung und Beschwerdebild kommen dabei unterschiedlich viele Blutegel zum Einsatz.
Sie saugen sich dann an der Haut fest.

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Therapie mit Blutegel

Nebenwirkungen einer Blutegel-Behandlung

Häufig beginnt die Behandlung mit einem brennenden Schmerz. Dieser hält aber nur etwa fünf Minuten an. Die Ränder der Bissstelle können sich verfärben, was bis zu zwei Wochen erkennbar bleibt. Häufig tritt Juckreiz in den ersten drei Tagen nach der Blutegeltherapie auf. Weitere Nebenwirkungen sind Hämatome an der Bissstelle, Kreislaufprobleme und Lymphknotenschwellungen. Auch eine Narbenbildung ist möglich, die sich wie ein kleiner Mercedes-Stern darstellt. Nebenwirkungen, die gelegentlich oder selten auftreten, sind verlängertes Nachblutung, eine verzögerte Wundheilung, Blutdruckabfall, allergische Reaktionen, starke lokale Entzündungen und Infektionen.


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