Autoimmunerkrankungen

Autoimmunerkrankung und Autoimmunkrankheit sind in der Medizin Überbegriffe für Krankheiten mit Reaktionen des Körpers, denen eine gestörte Toleranz des Immunsystems gegenüber Stoffen des eigenen Körpers zugrunde liegt und die zur Bildung von Antikörpern führt.

Eine Autoimmunerkrankung ist nicht mit einer Allergie zu verwechseln! Bei Allergien verhalten sich die Abwehrkräfte nämlich nicht autoimmun, sondern sie schätzen eigentlich harmloses Fremdmaterial als bedrohlich ein und reagieren dann übertrieben darauf.

Äußerung:

Eine Autoimmunreaktion kann sich gegen verschiedenste Strukturen des eigenen Körpers richten und somit auch jedes Organ angreifen. Systemische Autoimmunerkrankungen betreffen manchmal nicht nur ein einzelnes Organ, sondern mehrere gleichzeitig.

Praktisch kann jedes Körperorgan und jedes Körpergewebe von einer Autoimmunerkrankung betroffen sein, z.B.:

  • Entzündungen der Schilddrüse (z.B. Hashimoto-Thyreoiditis, Basedowsche Krankheit)

  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)

  • Entzündungen des Nervensystems (die Multiple Sklerose=MS)

  • Entzündung der Langerhans-Zellen in der Bauchspeicheldrüse (Diabetes Typ 1)

  • Entzündungsprozesse der Haut, z.B. Psoriasis (Schuppenflechte), kreisrunder Haarausfall, Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)

  • Entzündung des Bindegewebes (Sklerodermie)

  • Gelenk- und Weichteilentzündungen (Rheuma, Fibromyalgie)

  • Übergreifende Entzündungen, die alle Organsysteme befallen können, z.B. Systemischer Lupus erythematodes (SLE).

Diagnose 

Die Diagnose ist abhängig von der Erkrankung. Die Verschiedenheit der einzelnen Autoimmunerkrankungen erlaubt sehr vielfältige Krankheitsbild und keine einheitliche diagnostische Vorgangsweise. Die Diagnose wird zusätzlich durch die Tatsache erschwert, dass insbesondere im Anfangsstadium der Erkrankung die Ausprägung der Symptome und die Befunde wechseln können.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die ganzheitliche Anamnese, Untersuchung auf Autoantikörper, weitere Laboruntersuchungen können Hinweise auf die Stärke der Entzündung geben. 

Mit Hilfe der Irisdiagnose lassen sich Schwachstellen bei Organen erkennen und teilweise auch der Grad der Schädigung eines bestimmten Organs bestimmen.

Weitere Methoden zur Diagnose und Verlaufskontrolle einer Autoimmunerkrankung in der Praxis sind: 

  • Blutuntersuchung

  • Umfangreiche Anamnese 

  • Immundiagnostik(Status des Immunsystems, Verhältnis von T1- zu T2-Zellen, Mitochondrien Check-UP (ATP in der Zelle)

  • Stuhlanalyse 

  • Dunkelfeld/Kontrastphasen Mikroskopie

  • Hämoccult-Test 

  • Lungenfunktionstest

  • Neurologische Untersuchung 

 

Die Heilung von Autoimmunkrankheiten ist der Wunsch von vielen Patienten und Therapeuten, doch solange der eigentliche Auslöser der Krankheit unbekannt ist, ist auch keine kausale Therapie möglich. 

In meiner Praxis mache ich zur Behandlung der jeweiligen autoimmunen Erkrankung: 

  • Milieu Regulation
  • Entgiftung/Ausleitung von Schwermetallen
  • Therapie der Begleitsymptomatiken 
  • Misteltherapie: hyperthermische Therapie bei Rheumapatienten (z.B. rheumatische Arthritis), Sjögren-Syndrom usw.
  • Neurologische Massage
  • Immunmodulation
  • Mikrobiomtherapie

Die Behandlung erfolgt erstmals parallel zur schulmedizinischen Behandlung, bis zur der vollständigen Absetzung der Medikamente, nach Absprache mit den Haus- oder Facharzt. 

Bei der Therapie spielen auch verschiedene Faktoren eine Rolle, die Einfluss nehmen können auf eine Autoimmunerkrankung. Ernährung, Klima, Stresslevel und andere Aspekte ziehe ich daher in die personalisierten Behandlungskonzepte mit ein. 

Nach einer erfolgreichen Behandlung ist die akute Entzündung des jeweils betroffenen Organes behoben und es werden Präventionsmaßnahmen getroffen um weitere Schübe zu umgehen, damit der Patient wieder zu seinem geregelten Leben zurückkehren und es genießen kann. 

Verbreitung: 

Autoimmunerkrankungen betreffen viele Menschen und gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland. Man schätzt, dass in den Industrieländern etwa 5-10% der Bevölkerung von Autoimmunerkrankungen betroffen sind – mit zunehmender Tendenz. Dabei scheinen Frauen insgesamt häufiger betroffen zu sein als Männer.

Die genauen Ursachen sind aktuell noch unbekannt. 

Eine mögliche Theorie zur Entstehung vermutet, dass aus dem Thymus einzelne, fehlerhafte Antikörper in den Blutkreislauf gelangen, die auch auf körpereigene Eiweiße reagieren und als Antigen erkennen. 

Hier ist Wichtig zu vermerken, dass autoimmune Krankheiten vielfältig sind. Sie schließen die Erkrankungen des rheumatischen Kreises und die Erkrankungen einiger anderer Organe, die nicht direkt mit dem autoimmun erkranken Organ verbunden sind, mit ein. Diese Erkrankungen führen zu einem Zustand der ständigen Überreizung und verlaufen häufig in dass Schüben verlaufen. 

Symptome: 

Die Beschwerden von Patienten mit einer Autoimmunerkrankung sind vor allem davon abhängig, welche Organe das Immunsystem angreift. Beispiele für mögliche Symptome sind:

  • Bauchschmerzen 

  • Blut im Stuhl 

  • Blut im Urin

  • Chronische Schmerzen 

  • Durchfall 

  • Fieber 

  • Gelenkschmerzen

  • Hautausschlag 

  • Juckreiz

  • Mundtrockenheit

  • Muskelschmerzen

  • Nierenschmerzen

  • Schuppen 

  • Trockene Augen 

 

Mögliche Ursachen von Autoimmun-Erkrankungen

Die Ursachen für das Auftreten von Autoimmunerkrankungen sind sehr vielseitig und komplex und genauere Gründe sind noch nicht bekannt. 

Allerdings sind sich Mediziner sicher, dass sowohl genetische Einflüsse als auch Umweltbedingungen von Bedeutung sind. So tauchen Autoimmunerkrankungen etwa familiär gehäuft auf und auch zwischen bestimmten Ethnien und Kulturkreisen gibt es Unterschiede in der Häufigkeit.

Erst durch das Zusammenwirken verschiedener Faktoren kann eine Autoimmunerkrankung ausgelöst werden. Zugrunde liegt immer eine Störung des lebenserhaltenden immunologischen Gleichgewichts. Zu den Ursachen zählen unter anderem:

  • gestörte Regulation des Immunsystems, Toleranzverlust

  • Stress

  • Viren, Bakterien, Parasiten

  • Medikamente

  • Umweltschadstoffe

  • Geschlecht (weiblich > männlich)

  • genetische Faktoren (HLA-assoziierte Erkrankungen)

  • immunologische Sondersituation, z.B. Schwangerschaft

  • Begleiterkrankung bei Malignomen

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