Hochsensibilität

I. Jeder Mensch nimmt Informationen aus seiner Umwelt auf und verarbeitet sie. Bei fast allen Menschen wird ein Großteil der Informationen jedoch aus der Wahrnehmung herausgefiltert. Dieser Filter ist bei hochsensiblen Menschen aufgrund neurologischer Besonderheiten weniger stark ausgeprägt als bei nichthochsensiblen Menschen. Hochsensible Menschen (HSP = Highly Sensitive Person) nehmen aufgrund neurologischer Besonderheiten äußere und innere Eindrücke intensiver wahr.

Hochsensibilität ist keine Krankheit, sondern kann als Phänomen betrachtet werden, dass das Vor- und Nachteile mit sich bringt. Eher eine Kontradiktion zwischen der hohen Aktivität des Gehirns und dem noch nicht ganz gereiften vegetativen Nervensystem, also eine Prädisposition  für eine hohe Sensitivität für subtile Reize als auch eine leichte Übererregbarkeit. Hochsensible fühlen sich häufig verkehrt, weil anscheinend alle anderen Menschen andere Maßstäbe dafür haben, was ‚gesund’ und ‚richtig’ ist.

Hochsensibilität soll laut einigen Experten bei etwa 15 bis 20 % der Bevölkerung auftreten

Wahrnehmungsfähigkeit und oft sind  noch weitere Merkmale zutreffend, betroffene haben oft:

… ein Streben nach Gleichgewicht und Harmonie um Stressfaktoren, wie Streit etc., zu reduzieren

… hohe Empathiefähigkeit

… fühlen sich ungerecht Behandelt oder miss-/nichtverstanden

… einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn

… eine besondere Wahrnehmung für Ästhetik

… ein stark ausgeprägtes Wertesystem, welches sich auch von dem der Umwelt/Gesellschaft unterscheiden kann

… das Streben etwas bedeutungsvolles der Gesellschaft beizutragen

… sensibel für dir Natur und empfinden diese als einer ihrer wichtigsten Ressourcen für ihr Lebenskraft

… das empfinden, dass sie weniger leistungsfähiger sind, weil sie häufig mehr Zeit brauchen um ihre Empfindungen und Gedanken zu verarbeiten und zu sortieren, da sie dieses auf einer tiefen und mehr komplexen Ebene tuen

… dabei aber, einen sehr hohen Anspruch an die eigenen Leistungen und Glaubwürdigkeit

… eine tiefe Sehnsucht nach der Wahrhaftigkeit und Sinnerfüllung im Leben

…  die Fähigkeit zwischenmenschliche Prozesse leicht und schnell zu erfassen und handeln oft intuitiv richtig

Hochsensibilität betrifft Erwachsene so auch Kinder und, auch in den meisten Fällen, die ganze Familie.

Hochsensibilität kann aufgrund der hohen nervlichen Aktivität ferner zu besonderen Begabungen führen. Viele Hochsensible sind außergewöhnlich kreativ; andere sind durch Schnelligkeit, Geistesgegenwart und fast pedantische Genauigkeit in ihrem Beruf überaus leistungsfähig. In manchen Fällen korrespondiert Hochsensibilität mit einer Hochbegabung, und auch einer AD(H)S-Fehldiagnose.

Breiten Raum in ihrem Bewusstsein nimmt die Reflexion ein, sowohl über die äußere Welt als auch über sich selbst. Sogar vor dem Denken als Phänomen macht ihr Nachdenken nicht halt. Teilweise erschließen innere Dialoge auf verschiedenen und miteinander verknüpften Meta- Ebenen einen hochdifferenzierten Zugang zur Welt, der Stellung des Ich darin und zur Metaphysik.

Dies klingt vielleicht überheblich und abgehoben. Doch es stürzt in elementare Krisen, wenn z. B. aufgrund der erbarmungslosen Selbstreflexion die eigene Existenz plötzlich in Rechtfertigungsnöte gerät. Die Infragestellung von als selbstverständlich erachteten Fundamenten des (eigenen) Daseins kann an Abgründe führen.

Es ist wichtig die  Hochsensibilität zu akzeptieren und zu lernen damit umzugehen. Wenn dies nicht passiert leiden viele Hochsensible an Erkrankungen wie:

  • Depressionen
  • chronische Magen-Darm Beschwerden
  • Tinnitus
  • erhöhte Schmerz- und Lichtempfindlichkeit
  • chronische Erschöpfungszustände
  • stärkere oder Überreaktion auf (medikamentöse) Therapien
  • Gedächtnisprobleme
  • Konzentrationsschwächen
  • chronischen Muskelverspannungen
  • internalisierten Leistungsdruck

Ein „Diagnoseverfahren“ oder ähnliches gibt es für Hochsensibilität nicht. Zwar existieren diverse Fragebögen, die mehr oder weniger stark den Anspruch erheben, ein aussagekräftiges Ergebnis zu liefern. Die Auseinandersetzung mit diesem Begriff für sich selbst, wenn schon verdacht besteht hochsensible zu sein, ist meist das go-to Verfahren. Eine Diagnose ist soweit hilfreich, dass die Person das eigene Leben etwas mehr der Veranlagung entsprechend gestaltet und auch von ihren positiven Seiten profitiert.

II. Für hochsensible Patienten sind drei Therapiemöglichkeiten wichtig:

  1. Verbesserung der Funktionalität des Nervensystems:
    • Entspannung des Nervensystems (vegetatives NS — Sympathikus & Parasympathikus)
    • Stabilisierung und Stärkung des NS
    • Herausführen des Patienten aus dem Zustand der Überreizung
  2. psychotherapeutische Unterstützung bzw. Betreuung
    • Korrektur der Wahrnehmung des eigene Ichs
    • Korrektur der Selbstwahrnehmung innerhalb der Umwelt
    • das Finden und erarbeiten von für den jeweiligen Patienten passenden Strategien der Adaptierung in die Umwelt/Gesellsch
  3. Behandlung der damit korrelierenden Erkrankungen, wie autoimmune so auch psychosomatische Erkrankungen

In meiner Praxis korrigiere ich diese Zustände mit Hilfe von

  • einer speziellen neuronalen Massagetechnik
  • einer personalisierten Injektionstherapie
  • Cranio-Sacral-Therapie und
  • Gespräch-orientierter Psychotherapie

III. Die Fähigkeit von hochsensiblen Menschen die Welt auf eine andere Weise zu sehen, setzt viele Potenziale frei.

Die Behandlung und Regenerierung von hochsensiblen Menschen hilft ihnen ihre Besonderheiten, wie

  • soziale & emotionale Intelligenz
  • hohe Empathiefähigkeit
  • Talent für Coaching und Beratung
  • natürliches ethisches Empfinden und Handeln
  • Ideenreichtum, Kreativität und „Thinking outside the box“
  • Innovationskraft
  • intuitives Erfassen komplexer Zusammenhänge
  • ungewöhnliche Art und Weise der Problemlösung

völlig zu akzeptieren, gekonnt in ihr Leben zu integrieren und so mehr Lebensfreude und Harmonie erfahren.

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